Amt Neuhaus seit 25 Jahren niedersächsisch – CDU erinnert an wechselhafte Geschichte

Ein kleiner Ort im freien Spiel der Großmächte: Seit dem „Hamburger Vergleich“ von 1693 zum Herzogtum Lauenburg gehörig, verblieb das Amt Neuhaus auch nach dem Wiener Kongress von 1814/1815 in hannoverscher Hand. So trat das mittlerweile zum Königreich erhobene, ehemalige Kurfürstentum zwar weite Teile Lauenburgs an Dänemark ab – das Amt Neuhaus blieb jedoch unter Einfluss der Welfen. Im Zuge des verlorenen Deutschen Krieges an der Seite Österreichs wurde Hannover 1866 preußische Provinz und das Amt Neuhaus 1885 schließlich aufgelöst. Das Gebiet war zunächst Teil des Landkreises Bleckede, ab dem Jahr 1932 des Kreises Lüneburg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übergab die britische Besatzungsmacht die ostelbische Region an die Sowjetunion – weil sie ohne Brücke über die Elbe keine Versorgung sicherstellen konnte. Bis zur Deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 waren die Gemeinden des ehemaligen Amtes folglich Teil der DDR. Nach einstimmigem Beschluss der acht Gemeinderäte und dem Inkrafttreten eines Staatsvertrages mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern wurde Amt Neuhaus neu gebildet und am 30. Juni 1993 dem Land Niedersachsen überstellt. Damit wurde der historischen Zugehörigkeit des Gebietes Rechnung getragen.

„Trotz seiner jahrhundertelangen Zugehörigkeit zu Hannover nahm das Amt Neuhaus aufgrund seiner Lage östlich der Elbe eine politische Sonderstellung ein, unter der die Bürgerinnen und Bürger vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg viele Jahre leiden mussten“, sagt der CDU-Wahlkreisabgeordnete Uwe Dorendorf, der die Gemeinde gemeinsam mit Landtagsvizepräsident Frank Oesterhelweg heute besucht hat. „Wir erinnern an diese Zeit und daran, dass sich die Menschen ihrer Wurzeln stets bewusst gewesen sind. Der Wechsel nach Niedersachsen war ein ausdrücklicher Wunsch der Bevölkerung, dem alle damals Beteiligten nachgekommen sind. Das war ein Lehrstück gelebter Demokratie.“

Ein guter Tag für Niedersachsens Feuerwehren

„Es ist vollbracht. Mit dem beschlossenen Gesetzentwurf zur Änderung des Brandschutzgesetzes setzen wir die Wünsche der Feuerwehren in Niedersachsen zügig um. Gleichzeitig erhöhen wir die Sicherheit im Brandschutzbereich“, stellt der CDU-Landtagsabgeordnete Uwe Dorendorf fest.

In dieser Woche hat der Landtag das neue niedersächsische Brandschutzgesetz beschlossen. „Wichtigste Änderung ist die bessere Absicherung der Kameradinnen und Kameraden durch die Einführung eines Gesundheitsfonds“, so der Abgeordnete Uwe Dorendorf. Entsprechend der Wünsche des Landesfeuerwehrverbandes wird die Altersgrenze auf das 67. Lebensjahr angehoben sowie der Übungsbetrieb der Realität angepasst. So kann ausnahmsweise auch an Sonntagen geübt werden.

„Wir werden zudem eine Arbeitsgruppe einsetzen, die den Brandschutz über die nächsten Jahre zukunftsfest machen wird“, so Dorendorf. „Die Strukturen und die Organisation des Brandschutzes in der Fläche, die Nachwuchsgewinnung für unsere Wehren unter Berücksichtigung des demographischen Wandels, die Stärkung des Ehrenamtes und die Anforderungen an eine zukunftsfähige Aus- und Fortbildung sind dabei die wichtigsten Schwerpunkte“, so Uwe Dorendorf. Die Arbeitsgruppe wird dazu mit wichtigen Experten im niedersächsischen Brandschutz besetzt werden.

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